Freitag, 3. November 2017

nachhaltigkeit: draußenzeit mit kindern im november



Ich mag das Draußensein. Auch jetzt, wenn es manchmal richtig kalt ist und der Wind kräftig weht.  Und weil Gesa danach fragte, will ich mal hier ein wenig festhalten, was wir denn draußen so machen, vor allem dann, wenn es ein Wetter zwischen warm und kalt, trocken und nass hat (und wie wir uns motivieren, rauszugehen) ;-)

Motivationshilfen
  • warme Kleidung, warme Schuhe (gefütterte Matschhosen und Gummistiefel mit Futter) - auch für uns Eltern (das habe ich etliche Jahre zu wenig mitbedacht)
  • Aussicht auf eine gute Jause danach (drinnen), z.B. warmen Kakao, Tee oder frischen Kuchen (der während der Draußenzeit noch auskühlt)
  • Tiere müssen versorgt werden (die Kinder sind für die Meerschweinchen ganz alleine zuständig - täglich, wetterunabhängig)
  • Eier holen/suchen bei den Hühnern
  • Schauen, ob es noch ein paar Herbsthimbeeren gibt
  • etwas aus dem Erdkeller holen (Kompott für die Jause zum Beispiel)
  • Pause zum Durchatmen während dem Erledigen der Hausübungen (betrifft vor allem das große Kind)
  • Farbenfrohes für das Fensterbrett sammeln (es gibt erstaunlich viel Schönes auch an grauen, kalten Novembertagen zu finden)
  • Laternenwanderung (v.a. in der Zeit nach dem Martinsfest) in der Dämmerung

Was tun draußen (außer oben genannte "Motivationen" umzusetzen), solange kein Schnee liegt?
  • spazieren gehen (Wald bei Regenwetter ist etwas ganz Wunderbares!)
  • Fahrradfahren (mit Handschuhen!)
  • Malen mit Straßenkreiden (auf nassem Boden besonders farbintensiv, jedenfalls mit diesen Kreiden)
  • Ballspiele (Fußball, Basketball,...)
  • Frisbee-Spiele
  • im Sandkasten spielen 
  • Springschnurspringen
  • Kürbis aushöhlen und eine Laterne schnitzen (sehr schön auch mit Sternen und Mond)
  • Suchspiele mit Walkie-Talkie (wir haben diese hier und sie funktionieren seit Jahren wunderbar)
  • Vögel und andere Tiere mit Fernglas beobachten
Hier haben wir es natürlich relativ einfach: die Natur beginnt vor der Haustüre, wir müssen nirgends hinfahren, um in einen Wald oder zu Tieren zu kommen. Die Kinder sind meistens auf der Weide und erfinden selbst Spiele. Am wohlsten scheinen sie sich zu fühlen, wenn sie ein wenig helfen dürfen /können (d.h. im Stall, in der Werkstatt, ...) und dann irgendwann selbst Ideen haben, was sie tun könnten und sich dann ganz unkompliziert vom "Helfen" ins "Spielen" verabschieden können. Viele Ideen und Anregungen (auch wenn man es nicht ganz so einfach hat wie wir mit der Natur "vor der Haustüre") finden sich im Buch Raus in die Natur. Früher habe ich draußen gerne gestrickt (sogar mit Handschuhen); mittlerweile nutze ich aber die Zeit, um Dinge zu erledigen (im Garten, im Stall, ...) oder suche mir ein windgeschütztes Plätzchen und schaue den Kindern zu - ohne Beschäftigung nebenbei. Auch den Fotoapparat habe ich kaum mehr mit. Ich genieße sozusagen den Augenblick mit allen Sinnen.

Wir haben aber auch Tage, an denen wir wirklich meistens drinnen sind. Es ist manchmal wirklich angenehm im Warmen und es gibt auch viel Schönes, das man machen kann. Meistens ist es an der Stimmung (der Kinder, aber auch er eigenen) ganz gut spürbar, ob ein "Durchlüften" draußen nicht vielleicht ein wenig Entspannung bringen könnte ;-)



Kommentare:

  1. Welch ein Glück, wie nah ihr an der Natur seid! Auch hier in Stadtnähe gehen immer mehr Kinder zB in Waldkindergärten, wo sie täglich draussen sind. Kinder scheinen da oft auch nicht so heikel. Mir gefällt voe allem die Idee, bei Regen in den Wald zu gehen, darauf bin ich so nicht gekommen, stelle es mir aber schön vor! Liebe Grüsse, Miuh

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  2. Liebe Maria!
    Vielen lieben Dank! Tolle Sachen, die du beschreibst!

    Tatsächlich ist der Punkt "warme Kleidng auch für die Eltern" ein für mich sehr wichtiger. Denn ich bin da tatsächlich viel schlechter ausgestattet als das Töchterchen. Da muss ich mich drum kümmern!

    Und ja, vorher schon einen Kuchen zu backen und nachher Kakao zu trinken, das motiviert wirklich!

    Ich suche uns im Moment auch oft eine kleine Aufgabe (zB Feldsalat ernten). Und wenn wir dann erst draußen sind, ergeben sich die Aktivitäten meist von alleine.

    Es ist schön, so viele schöne Ideen zu lesen! Danke!

    Liebe Grüße!

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  3. Ja, ganz ähnlich ist es hier bei uns. Ein Glück dass wir das Paradies direkt vor der Haustüre haben. Ich könnte mir gar nicht vorstellen wie es ist in der Stadt zu wohnen und sich wirklich überwinden zu müssen nach draußen zu gehen...

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