Samstag, 20. Januar 2018

gartenjahr: Januar 2018


Neues Jahr, neue Perspektive. Alles ist schneebedeckt. Wir genießen einen "richtigen" Winter. Am späten Vormittag kommt die Sonne und bleibt bis zum frühen Nachmittag. Die wenigen Sonnenstunden werden genutzt zum Schlittenfahren, Spielen im Schnee und für Arbeiten draußen im Freien. Im Garten selbst geschieht eigentlich nichts. Nicht mal gelesen wird zum Thema Garten. Die Erfahrungswerte der vergangenen Jahre sind notiert, auch der Bedarf an Saatgut und/oder Jungpflänzchen. Aber vor Mai kann ohnehin nicht viel im Garten gepflanzt werden, d.h. frühestens im April beginnt konkrete Arbeit rund um den Garten, ein bisschen früher im Glashaus - je nach Wetterlage. Einstweilen genießen wir, was wir im letzten Jahr geerntet haben und sind dankbar für die zuerst so übermäßig groß erscheinenden Mengen, die wir im Sommer und Herbst verarbeitet haben - jetzt im Januar merkt man schon, wie so manches Eingekochte oder Eingefrorene weniger wird oder gar nur noch ein Mal genossen werden kann. Ein bisschen Vorfreude spüre ich, wenn ich an die vielen Frühblüher denke, die da in der Erde schlummern. Aber im Moment bin ich sehr dankbar für den gut sicht- und spürbaren Winter - irgendwie beruhigt es mich, dass da doch noch eine gute Schneedecke möglich ist bei uns. Das letzte Winter war doch irgendwie erschreckend mit den wenigen Niederschlägen in den eigentlich kalten und schneereichen Wintermonaten. Ich bin gespannt, wie der Februar dann sein wird.

Donnerstag, 11. Januar 2018

bienen: im winter


Im Winter gibt es nichts Besonderes bei den Bienen zu tun. Aber wir sind dankbar für diesen Winter mit Kälte und reichlich Schnee. So verhalten sich die Bienen wie im Winter (d.h. sie bilden eine Traube und wärmen sich gegenseitig - und die Königin legt keine Eier) ohne Irritation durch frühlingshafte Temperaturen zu ungewohnter Zeit. Es wird noch etliche Monate dauern, aber doch hoffen wir auf ein gutes Bienenjahr mit viel Honig. Die Kinder werden jedes sein eigenes kleines Volk bekommen und auch sonst muss einiges jetzt in den kalten Monaten vorbereitet, repariert und geplant werden. Und wir hoffen, dass alle Völker den Winter gut überstehen. In den Weihnachtsferien haben die Kinder unsere sämtlichen Imker- und Bienenbücher durchgeblättert und ein wenig in ihnen gelesen. Ganz besonders freuen sie sich aber wohl darauf, dass jeder seine eigenen Beuten bemalen darf (wie und womit wird sich vermutlich irgendwann mal auch hier am Blog finden).

Wer sich für die Thematik interessiert: Bienen naturgemäß halten gibt Einblick in die biologische Bienenhaltung, Das Imkerbuch für Kids ist ein schöner Begleiter für junge Imker/innen und Bei den Bienen ist für mich eines der schönsten und interessantesten Kinderbücher zu diesem Thema (es gibt noch weitere aus dieser Reihe zu den unterschiedlichsten Natur-Themen, die ich allesamt sehr empfehlenswert finde, z.B. Vom Leben in der Erde )

Montag, 8. Januar 2018

hühner: habichtbesuch


Ein junger, ziemlich hungriger Habicht hat sich eingefunden im Auslauf der Hühner. Wie auch immer er hineingekommen ist - das ist uns ein Rätsel. Während die Hühner draußen rund um den Stall oder innen drin zu finden waren, saß der Greifvogel im Freibereich drin und fand nicht mehr heraus. Nachdem wir schon jahrelang unsere (leidige) Erfahrung mit Greifvögeln gemacht haben, vor allem im Frühling und Herbst, wenn sich die Hühner weiter auf die Felder hinauswagen - war es doch etwas ganz Besonderes, ein solches Tier mal längere Zeit aus der Nähe beobachten zu können - ohne großen Schaden (noch) bei den Hühnern. Ein wunderschönes Federkleid, beeindruckende Krallen und unglaubliche Augen - nicht nur die Kinder waren begeistert von unserem Besucher. Ein wenig rätselten wir, was wir mit unserem Besucher machen sollten: füttern (damit er satt ist und unsere Hühner in Ruhe lässt), einen Jäger holen, freilassen, noch ein wenig behalten? Ein Glück, dass ein Freund in der Nähe Spezialist für Greifvögel ist und uns einen Tipp gab: Decke rüberwerfen und ganz vorsichtig aus dem Gehege heraustragen und dann frei lassen. Vermutlich kommt er (oder ein anderer) wieder - aber auch wenn es ärgerlich ist, wenn unsere Hühner das Opfer sind: irgendwie hat diese so nahe Begegnung etwas in uns geändert, noch nie zuvor hatten wir die Möglichkeit gehabt, so lange und ausgiebig diesen Greifvogel zu betrachten. "Es ist halt viel Schnee und er findet sonst nix" - die Erklärung der Kinder sagt alles - die Natur hat ihre eigenen Gesetze. Nicht immer einfach. 

Freitag, 5. Januar 2018

stricken: bauern-jacke


Eigentlich glaubte ich schon gar nicht mehr richtig daran, dass diese Jacke irgendwann mal tatsächlich wirklich und wahrhaftig angezogen würde. 5 Jahre Strickzeit, davon vermutlich viereinhalb Jahre Pause - immer wieder mal ein Stück gestrickt und dann monatelang im Korb liegen gelassen. Ein scheinbar endloses Projekt, für (m)einen großen Mann von knapp zwei Metern Länge und dementsprechend langen Armen. Aber jetzt ist sie fertig - endlich! Gerade rechtzeitig zum Schneeschaufeln und über der sonstigen Kleidung (Jacke ist recht großzügig in der Weite) zu tragen: praktisch zum Stallgehen oder mal schnell eine Rodelpartie mit den Kindern einlegen - einfach eine richtig unkomplizierte Bauern-Jacke :-)

Materialinfos:
Schafwolle aus der Region (noch keine eigene - ist ja immerhin schon fünf Jahre alt *zwinker*)
Holzknöpfe mit 28mm Durchmesser 
gestrickt nach Gefühl - hier die ravelry Notizen

Samstag, 30. Dezember 2017

gartenjahr: Dezember



Ein letzter Blick in den Garten in diesem Jahr. Alles ist seit einigen Tagen schneebedeckt und dank der vielen Minusgrade schmilzt auch kaum etwas. Tiefer Winter ringsum. Im Gemüsegarten ist alles ruhig. Ab und an tappt eine Katze ganz leise durch den Garten und hält Ausschau nach den Vögeln hoch oben beim Vogelhäuschen. Ansonsten scheint alles zu schlummern. Ich bin dankbar für die dicke Laubschicht, die wir über die Zwiebeln gelegt haben.


Im mittleren Gartenbereich ist auch alles ruhig. Die Steinplatten liegen immer noch gestapelt dort, es hat sich eigentlich gar nichts vom Geplanten getan. Im Frühjahr dann, so die Hoffnung. 


Und im oberen Garten ist auch alles ruhig. Das Glashaus scheint den Schnee gut zu tragen, die Schnüre der Wäscheleine sind tief gefroren. In diesen Teil des Gartens geht eigentlich niemand jetzt, wo so viel Schnee liegt. Alles ist ruhig und wartet auf wärmere Tage. Ich bin dankbar für diesen spür- und sichtbaren Winter. Die dicke Schneedecke tut uns allen gut. Einen zuversichtlichen Jahreswechsel euch allen!

Samstag, 23. Dezember 2017

advent: 2017





Es war ein ruhiger Advent dieses Jahr. Einfach und unkompliziert. Knapp nach dem ersten Adventssonntag waren alle Weihnachtsgeschenke besorgt - sehr entspannend. Die Weihnachtskarten schrieben wir dieses Jahr gemeinsam - die Kinder reich verzierte Karten an ihre Paten in Nah und Fern. Wir feierten die Adventssonntage, schnitten einen Barbarazweig (zu Weihnachten wird er wohl nicht blühen, aber wohl sicher noch dieses Jahr!), freuten uns über den Nikolausbesuch, buken am Fest der Hl. Lucia eine Art Luciabrötchen ohne konkretes Rezept (einfach kleine Hefebrötchen) und lasen Warum Luzia Licht ins Dunkel bringt, feierten einen fröhlichen Namenstag, besuchten viele kleine und größere Musikschulkonzerte, genossen einen Doppelgeburtstag mit Kindergeburtstagsfeier am Vormittag (sehr empfehlenswert!) mit lustigem und sehr klebrigem Lebkuchenhausverzieren gemeinsam mit den kleinen Gästen und freuen uns nun auf Weihnachten.  Damit die Wartezeit aufs Christkind etwas kürzer wird, wird An einem kalten Wintermorgen ein kleiner neuer Wegbegleiter für die Kinder an diesem Tag. Die Kinder freuen sich schon auf ihren alljährlichen vorweihnachtlicher Besuch bei einer Nachbarin (währenddessen dann wie von Zauberhand das Christkind gekommen ist *zwinker*)... vielleicht gibt es dann in den Ferien ja irgendwann noch Schnee... gesegnete und glückliche Weihnachten euch allen!!

Montag, 18. Dezember 2017

kreatives: indianische wollarbeit






Eine ganz wunderbare kreative Arbeit für kalte, dunkle Winternachmittage ist das "Auge Gottes". Ganz filigrane Arbeiten und eine Videoanleitung dazu findet man hier - begeistert von einem Werkstück, das das große Kind aus der Schule mitgebracht hatte, gibt es hier mittlerweile unzählige solcher kleiner Kunstwerke. Der Wollrestevorrat schrumpft und es ist eine willkommene Gelegenheit, um verhedderte Wolle ordentlich aufzuwickeln, Wollvorräte zu sortieren und ganz nebenbei mit den Kindern über dies und jenes zu plaudern (z.B. über Indianer in Mittel- und Südamerika oder über kreative Bräuche in unterschiedlichen Kulturen)

Materialtipps:
Spitze der Schaschlikspieße vor Beginn der Arbeit abschneiden
Mitte gut verknoten, sodass die Stäbchen nicht verrutschen
einfärbige Wollreste verwenden
unterschiedliche Wollarten machen die Oberfläche interessanter